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Dienstag, 15. Dezember 2009

iPhone in China

Es ist mal wieder Zeit für was anderes als Bilder aus Guizhou, und da ich in letzter Zeit ziemlich viel damit rumgespielt habe, kommt jetzt das iPhone zum Zug, das ich mir diesen Sommer hier in Beijing zugelegt habe. Genauer genommen möchte ich hier darlegen, was ein iPhone in China besonders nützlich macht. Da ich irgendwie nie dazu gekommen bin, Apple meine aktuellen Kreditkartendaten mitzuteilen, ist das alles hier komplett gratis... Der erste Teil ist mehr für Bastler, die zweite Liste für den normalen Hausgebrauch.

Alles beginnt damit, dass dem lieben Telephon erstmal die Eingeweide angepsst werden müssen; bis vor sehr kurzem gabs keine offiziell Chinesischen iPhones und wer nicht ein sehr teures Italienisches, Belgisches oder Hong Kongesisches Modell kaufen wollte, kriegte eines, das auf einen Telekomanbieter (z.B. AT&T) gelockt ist. Damit man damit mit China Mobile (und zu Hause mit Swisscom) telephonieren kann, muss man etwas basteln (um das unschöne Wort Hack nicht zu gebrauchen). Beim Kauf war mein Telephon sowohl gejailbreakt als auch unlocked, ich habe dann aber mal ein Software-Update vermasselt und musste den Unterschied zwischen diesen Termini und noch einiges mehr auf die harte Tour lernen.
  • Erstmal muss man dem Telephon beibringen, dass es Software nicht nur von Apple gibt (dies ist der jailbreak-Vorgang); das geht mit dem QuickPwn-Tool; damit kriegt man Cydia (so eine Art freier AppStore) und von dort holt man sich dann alles weitere...
  • Um die Schweinerein, die mein vermasseltes Update mit dem Baseband (dem eigentlichen Telephon-Teil der Software) angestellt hatte, musste ich dieses zu einer früheren Version downgraden; dies funktioniert bei gewissen älteren 3G iPhones (unter anderem meinem) mit einer Software namens Fuzzyband (gibts bei Cydia).
  • Danach kann man das iPhone dann mit ultrasn0w (auch bei Cydia) unlocken und hat damit erst mal erreicht, dass man mit dem Telephon telephonieren kann.
Ich empfehle, vor solchen Aktionen den Blog des iPhone dev Teams gründlich zu lesen; man kann einiges vermasseln... Und v3.0.1 ist nicht das selbe wie v3.1. Und Geld zu bezahlen barucht man für die ganze Software nicht.

Danach geht alles ganz leicht (wenn man keine Apple-Betriebssystem-Upgrades einspielt). Das iPhone ist für China (und auch sonst) ganz toll wegen:
  • Der Chinesischen Handschriftenerkennung (wird mitgeliefert) und der Unterstützung von Eingabe in Pinyin (lateinischer Umschrift).
  • Dies macht das verschicken und empfangen von SMS in Chinesischen Zeichen möglich; in 160 Hanzi passt ungleich mehr Information als in 160 lateinische Buchstaben...
  • Und es ermöglicht den Gebrauch eines Chinesischen Wörterbuches (ich verwende iCED Free, ein gutes Chinesisch-Englisch-Wörterbuch). Dafür alleine hat sich für mich der Kauf des Telephons gelohnt.
  • Skype fürs iPhone erlaubt Gespräche mit den Lieben in der Ferne für Lau aus all den Cafes in Beijing mit gratis Wireless.
  • Facebook fürs iPhone lässt einem in ebendiesen Cafes jederzeit überprüfen, dass die grosse feuermauer Facebook immer noch sperrt.
  • Die Wetterapplikation gibt mir die Gewissheit, dass das Wetter in Shanghai noch lausiger ist als hier in Beijing.
  • Mit einer GPS-Applikation (ich verwende MotionX GPS LTE) kann man sich (dan fehlender Karten), immer noch prima verlaufen (z.B. auf dem Weg von Xijiang nach irgendwo, siehe letzten Post), aber wenn man dann ein unerwartet schönes Dorf mit netten Einwohnern (Wuyao, siehe nächsten Post), gefunden hat, kann man immerhin festhalten, wo es ist.
  • Wenn dann in selbigem Dorf eben mal kurz der Strom ausfällt, ersetzt die myLite-Applikation eine Taschenlampe (an Konzerten sehr geschätzt: das Feuerzeug zum schwenken).
  • Photographieren tu ich mit dem iPhone eher selten, schliesslich schleppe ich ständig ein paar kg DSLR mit mir rum. Aber so ein paar Gelegenheiten gibts schon, und unterdessen kann man mit Photoshop Mobile direkt auf dem Telephon auch anständig nachbearbeiten; gelb-blaue Duotones krieg ich aber noch nicht hin.
  • Der i48 ist ein vollständiger HP48GX - wer wie ich mit einem Rechner mit invers-Polnischer Notation gross geworden ist, sollte sich das nicht entgehen lassen.
  • Und mit Helvetiq stelle ich sicher, dass ich nicht all mein Wissen über die Schweiz vergesse.
  • Als Spiel empfehle ich Finger Physics Free...
Und damit erstmals genug für heute, muss noch ein bisschen mit meinem Telephon spielen...

Postscriptum: Unterdessen gibt es ganz offiziell iPhones zu kaufen in China. Allerdings haben die kein Wifi und sind damit ziemlich witzlos; wer sich also in China ein iPhone kaufen möchte, sollte nach wie vor nach einem Import ausschau halten (und vor dem Kauf Wireless ausprobieren...).

Postpostscriptum: Nette Begebenheit beim Kauf meines Telephons: Ich verlange eine Quittung, nur so für den Fall das das Ding nach ein paar Tagen den Geist aufgibt. Der Händler sagt "ja gerne, wofür hättest Du denn gerne eine Quittung?" - "Fürs iPhone natürlich." - "Ja das geht nicht, iPhones kann man in China nicht kaufen." - "Aha...". Bin jetzt Besitzer einer Quittung für einen sehr teuren iPod...

Donnerstag, 27. November 2008

Lotos - Klo

Nach einem Jahr in meiner Höhle hier, hab ich nochmals einen Versuch unternommen, meine Wohnung etwas aufzuhübschen. Inspiriert dazu wurde ich auch von einem frisch zugezogenen Franzosen, der sich hier gleich für sechs Jahre verpflichtet hat und beim ersten Anblick seiner Wohnung, nun ja, etwas schockiert war. Nun, so ganz ohne Teppich und eigen Möbel und eigene Bilder errinert das ganze schon eher an die Verhörzimmer in Actionfilmen, aber dem kann man ja abhelfen. Hab ich dem Franzosen auch gesagt, und ihm ein paar Tips gegeben, wo man so Sachen auflesen könnte. Bei mir hab ich unterdessen noch ein paar mehr Photos rahmen lassen und aufgehängt, habe jetzt eine lotusgerahmte Klotür - nobel, was?





Donnerstag, 27. März 2008

Bezahlt

Nach einem halben Jahr habe ich nun auch meine erste Wohnungsmiete bezahlt. Und weil wir gerade dabei waren, auch gleich für ein ganzes Jahr. Bei exorbiatnten 164 Kuai pro Monat macht das also 1968 Kuai, entsprechend, zum heutigen Wechselkurs 281.20 Fr. - nicht übel für eine Dreizimmerwohnung. Ohne Hilfe vom Institut würde so was hier ein paar hundert Franken kosten, was bei Löhnen von normalerweise ebenfalls ein paar hundert Franken für die Chinesen gar nicht so einfach ist.

Hier noch die Quittung (fapiao) zum Beweis, inkl. rotem Stempel:

Donnerstag, 20. März 2008

Endlich ein 冰箱

Nur 196 Tage nach meiner Ankunft in Beijing haben die Mühlen der Verwaltung zu Ende gemahlen und mein Kühlschrank ist eingetroffen. Ich gehöre damit zum ziemlich eklusiven Club der 外国人 (Ausländer) die von der Volksrepublik China ein solches Gerät erhalten haben. Was kann man noch so sagen - das Ding funktioniert und ist wie erwartet etwas zu gross für meine Küche - dafür kann ich jetzt alles mögliche einfrieren. Wie dem auch sei, ich denke in Bälde werde ich mein altes Hobby, das 做饭 wieder aufnehmen, ich bin schon gespannt aufs einkaufen, wo fast alles in kleinen Flaschen und Dosen verpackt ist, und nur mit 汉字 beschriftet ist. Wünscht mir Glück...

Bing Xiang
P.S.: Im Gegensatz zum Air-Conditioner ist dieses Gerät nun Grün auf der Skala der Stromverbraucher; muss ich jetzt weniger schlechtes Gewissen haben, wenn ich mit der Air-Con heize?

Donnerstag, 13. März 2008

Neues Klo

Nach langem hin und her über die wünsch- und machbarkeit eines solchen Schrittes, aber ohne das ich mich darum bemüht hätte, wurde heute Abend zwischen sieben und acht mein Klo ausgetauscht. Das soll wohl auch davon ablenken, dass der Kühlschrank noch nicht da ist. Wie auch immer, der Austausch ging erstaunlich schmutz- und schmerzlos von sich und ich muss jetzt nicht mehr Angst haben, dass der überlaufende Spülkasten mein Bad unter Wasser setzt (was bisher gelegentlich vorkam). Da auch die anderen Klos im Gebäude getauscht wurden, ist jetzt auch das beständige, tropfende Geräusch aus der Falleitung im Bad weg. Das wird hier noch zu einem Luxusappartment, wenn das so weiter geht - ich warte immer noch auf anmeldungen für Olympia...

Das alte Klo auf dem Weg raus. Die Trennung vom Frotteeüberzug fiel besonders schwer.

Kloaustausch

Es wird geflext...

Kloaustausch

Das noch jungfräuliche neue Klo bei mir im Korridor

Kloaustausch

Das neue Klo, wo es sein soll

Kloaustausch

Wenn alles gut geht, folgen hier keine Erfahrungsberichte. Nach diesem Einblick in meine Initmsphäre nun noch etwas erbauliches, eine Flickr-Slideshow mit Photos von Schnee.

Montag, 3. März 2008

Kongtiao

Nachdem ich mehrmals nachgefragt hatte, was denn mit meinem versprochenen Kühlschrank sei, wurde nun heute mein 空调 (kongtiao = Air-Conditioner) geliefert. Da ich die Installation beaufsichtigen musste (um Wasser, Lumpen und weiteres zur Verfügung zu stellen und um die Schäden an der Wohnung in Grenzen zu halten), aber nicht wirklich etwas zu tun hatte, habe ich das Ganze im Bild festgehalten. Hier also eine Chinesische Kleinbaustelle als Photoreportage - oder für die von Euch, die selbst mal sowas machen wollen, als Bauanleitung.

Man nehme ein massives, aber nicht allzu neues Haus (hier der Eingang)

Kongtiao Installation

Lege sich ausreichend Werkzeug bereit - geschweisst wurde am Ende dann aber nicht. Bei genauem hinschauen erkennt man einen Karbinerhaken am Gaskessel - wozu der wohl dient? Mehr dazu später.

Kongtiao Installation

Man besorge sich ein Becken voll Wasser - erste Aufgabe für den Bewohner - um damit den Bohrer zu beschicken.

Kongtiao Installation

Ach ja, Strom brauchts auch. Hier leider nicht zu erkennen, aber der eine Pol ist ein Nagel und der andere eine Schraube - damit man die Polarität nicht verwechselt?

Kongtiao Installation

Bohren - dauert ein Weilchen, bei fast 30cm Beton.

Kongtiao Installation

Auch mal nachkühlen; Trefferquote kann noch verbessert werden.

Kongtiao Installation

Teil des Bohrkerns - das Haus scheint gut armiert zu sein.

Kongtiao Installation

Das fertige Loch - wie fast immer bei Löchern ist auch dieses eindrücklicher, wenn man weiss, wie viel Arbeit drin steckt (nicht mehr drin steckt?).

Kongtiao Installation

Halterung anbringen, Schläuche verlegen, Rohre zurechtbiegen.

Kongtiao Installation

Noch mehr biegen.

Kongtiao Installation

Und dann die Unit draufstellen und anschliessen. Mal sehen wie lange es dauert, bis die jemand abschraubt - man kommt so ebenerdig doch ziemlich gut ran...

Kongtiao Installation

Werkzeug am Fahrzeug verstauen. Dafür ist übrigens auch der Karabiner an der Gasflasche (und das zweite Fahrrad).

Kongtiao Installation

Das Gegenstück auf der Innenseite - von der Grösse her könnte es auch ein Kühlschrank sein...

Kongtiao Installation

Es gibt übrigens auch in China Energieklassen für Elektrogeräte. Dieses hier sagt gross und rot, dass man es nur bei extremen Temperaturen einsetzen sollte...

Kongtiao Installation

Dafür wurde das Verpackungsmaterial schon während der Montage vorbildlich sortiert und zerlegt. Mit welcher Beigesterung sich die alte Frau auf den Karton gestürtzt hat, mit welcher Hingabe sie die Zeitung, mit der ich den Boden abgedeckt hatte wieder glattstrich - es ist manchmal sehr schmerzhaft zu sehen, wie schlecht es manchen Leuten hier materiell geht. Und wie nett diese sein können - so viele xiexies wie von dieser Dame habe ich in Beijing noch nie gehört. Für Altkarton...

Kongtiao Installation

Sonntag, 9. Dezember 2007

Noch etwas mehr shufu

Heute Sonntag habe ich die meiste Zeit ausgeschlafen (nachem es auf der Franzosenparty von gestern ein bisschen spät geworden war). Anschliessend habe ich den allwöchentlichen Salat zu mir genommen (in einer netten italienischen Paninoteca) und einige Weihnachtseinkäufe getätigt; was hier doppelt Spass macht: es hat nicht deutlich mehr Leute als sonst auch und es ist nicht ganz so teuer...

Aus naheliegenden Gründen kann und will ich hier nicht offenlegen, was ich alles erstanden habe; eine Ausnahme kann ich aber für mich selbst machen (hab die Dinge ja auch schon ausgepackt). Mein Sofa ist jetzt noch etwas mehr shufu (gemütlich), habe ich doch ein paar Kissen gefunden die, wie ich meine, ganz gut passten. Da die Kissenfüllungen vakuumverpackt waren, gestaltete sich auch der Heimtransport (25 km im Taxi - Beijing ist richtig gross) recht unproblematisch. Das Teegeschirr ist im übrigen auch neu. Und Tee hab ich auch (mit und ohne Beutel), also einfach mal vorbeikommen.

Sonntag, 2. Dezember 2007

Small Office -Home Office

Heute bin ich durch Liulichang spaziert, die Strasse, wo man sich traditionell mit den four treasures of the study, Pinsel, Tusche, Papier und Tuschestein eindeckt. Die Strasse ist zwar leicht touristisch angehaucht, viele der Geschäfte gehen aber tatsächlich auf die Kaiserzeit zurück. Allerdings sind meine Schreibkentnisse noch nicht so weit gereift, dass ich mich in Kalligraphie versuchen möchte und drum bin ich weitergezogen und habe mein Study mit ein paar anderen Gegeständen verschönert; habe auch wieder mal eine Lampe gekauft...

Sonntag, 4. November 2007

Gallerie

Am Samstag waren meine Photos fertig gerahmt, ich habe sie gleich abgeholt. Acht mittelgrosse Rahmen unauffällig in die Schweizer Botschaft hinein und nachher durch den Ausgang zu schleppen, war auch eine kleine Herausforderung. Wie auch immer, die ersten vier sind aufgehängt und machen sich ganz gut; die grosse Wand ist nicht mehr so klinisch weiss.

Bilder1

Bilder2

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Sofa

Heute wurde mein Sofa geliefert. Sieht toll aus, nicht? Jetzt noch ein paar farbige Kissen und gut ist.

Sofa1

Sofa2

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Nochmals davongekommen

Ich habe mich ja immer so ein bisschen gewundert, was mein Vormieter genau gekocht hat, dass das in der Küche immer so komisch roch. Als das dann auch noch stärker wurde mit der Zeit war ich schon etwas beunruhigt. Also immer schön das Fenster offen halten und warten, Gerüche verfliegen ja mit der Zeit. Und ich bin nicht sehr viel in der Küche, ein, zwei Mal Wasser heiss machen. Dabei gabs jeweils immer so eine etwas grosse Flamme beim Gasanzünden. Na ja, und einmal ist mir nach dem Wasserkochen aufgefallen, dass da noch etwas weiterpfeift. Und siehe da, der Gaszähler hat auch hochgezählt. Da ist mir dann eingefallen, dass man hier nicht notwendigerweise den selben Geruchsstoff ins Gas mixt - das Gas selbst riecht ja nicht. Nun mach ich jeweils den Haupthahn zu und alles ist gut. Hätte aber auch ins Auge gehen können - alles in allem hab ich etwa einen Kubikmeter Gas verströmt...

Sonntag, 21. Oktober 2007

Espressomaschiene

Samstags war ich gross einkaufen - zuerst ein chinesisches Sofa, wird irgendwann nächste Woche soll es geliefert werden, das Kissen wird noch genäht. Und dann habe ich beschlossen, ein bisschen westlich-dekadent zu sein und mir eine Espressomaschine ins Büro zu stellen. Entgegen Bennos Erwartungen werden hier keine Juras gefälscht, sondern die echten mit einer massiven Luxussteuer verkauft - wenn schon westlich-dekadent, dann richtig. Gefälscht wird dann schon eher der ganz spezielle Tee. Nun, wie dem auch sei, ich habe mich nach einer ausgiebigen Gewissensbefragung für Nespresso entschieden, einerseits weil da die Maschinen nicht so teuer sind und andrerseits der Kaffee von sehr guter Qualität ist, was bei chinesischen No-Name Bohnen (cf. Cafe im sechsten Stock vom Institut) nicht unbedingt der Fall ist. Auf die Frage, ob mir ein regelmässiger, guter Espresso 1000 Mittagessen wert sei, hätte ich vor kurzem wohl mit einem klaren Nein geantwortet, im Land der unbegrenzten Preisspannen musste ich meine Wertmassstäbe nun etwas schieben. Im übrigen wird hier ja auch ein Kreis geschlossen; Nestle ist ja auch ein schweizer Steuerzahler, und eben dieser Steuerzahler hat ja meinen Aufenthalt hier finanziert.

Montag, 15. Oktober 2007

Chinesischer

Am Samstag hatte ich ja meine ersten Möbel erstanden. Heute nun wurden sie geliefert und verleihen meinem Home away from home nun den ersten chinesischen Glanz; bisher waren da ja erst ein paar Stücke im sowjetischen "eventuell Eiche - sicher furniert"-Stil zusammen mit einem schon fast kapitalistisch-dekadent weichen Teppich und ideologisch unbedenklich gestreiften Vorhängen. Die fast-Eiche Möbel habe ich nun aus dem Eingangsraum verbannt und beginne da jetzt, an einer eher prä-revolutionären Stimmung zu arbeiten. Der Bücherschrank ist erst ein Anfang; nächste Woche solls dann wohl ein Sofa/Daybed sein. Der ganzen "Antiquitäten" werden übrigens auch exportiert, und da sie so antik nun auch wieder nicht sind, kann man auch nachbestellen. Falls Ihr noch irgend was braucht... Meine Chinesischlehrerin war auch überrascht, wie wenig das ganze gekostet hat.

SchrankUndKiste

Donnerstag, 20. September 2007

Teppich

Heute wurde mein nigelnagelneuer Teppich installiert. Statt nacktem Beton hab ich nun einen richtigen Boden. Sieht echt gut aus. Gleichzeitig wurden alle billigen Wasserhahnen ersetzt und es tropft jetzt nicht mehr. Vielen herzlichen Dank an Peter und die Crew vom Pen. Im Moment riechts noch so ein bisschen nach Farbe (im Eingangsbereich hats ein Stück Boden ohne Teppich, so als Schmutzschleuse und damit die Tür noch aufgeht, und das wurde gestrichen), aber ab nun bin ich jederzeit bereit für Besuch...

Als nächstes kauf ich mir wohl Geschirr und Bilder und einen Sessel und ein Tischtuch und Pfannen und so - wird sicher fast 100 Fr. kosten, so alles zusammen...

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Sonntag, 16. September 2007

Vorhänge

Samstags war ich in SanLiTun unterwegs, das ist eine Gegend östlich vom Zentrum, wo die Westler-Dichte etwas grösser ist als hier bei mir draussen. Hab mir dann auch ein richtiges Stück Fleisch gegönnt... Vor allem aber war ich einkaufen, insbesondere habe ich mir Vorhänge nähen lassen. Dazu bin ich in so einem touristischen Markt zu einem Schneiderladen, habe was von Curtains gesagt, auf einen Stoff gezeigt und die Masse angegeben und 60 Fr. bezahlt; "will be ready in an hour". Bereits aufgehängt und hab mich auch nicht vertan mit den Massen. Hier die Bilder, einmal offen, einmal zu:

Die 60.- waren übrigens für vier solche Fenster...